Die
Agoraphobie gehört zur Gruppe Angststörungen und ist somit eine psychische Erkankung. Allein in Deutschland leiden schätzungsweise mehrere Hunderttausend Menschen daran.
Die Agoraphobie tritt fast immer im Zusammenhang mit einer
Panikstörung auf, die durch häufiges Auftreten von Panikattacken gekennzeichnet ist.
Bei einer Panikattacke reagiert der Betroffene auf eine im Grunde ungefährliche Situation mit Angstsymptomen. Kurzatmigkeit, Schweißausbrüche, Herzrasen, Herzklopfen, Gefühl der Unwirklichkeit, Zittern...sind nur einige der vielfältigen Symptome bei einer Panikattacke.
Die Abgrenzung zur
Panikstörung ist gar nicht so leicht. Auch wenn bei der Agoraphobie in allen möglichen Situationen Panikattacken auftreten können, sind die Situationen insgesamt mehr spezifisch, als bei der Panikstörung.
Bei der Panikstörung ist zudem die so genannte Angst vor der Angst, auch als Erwartungsangst bekannt, kennzeichnend. Dabei werden die Panikattacken allein durch die Furcht vor eben dieser erst ausgelöst.
Was kann man gegen
Agoraphobie und die
Panikstörung unternehmen?
Sicherlich ist eine Psychotherapie das Mittel der ersten Wahl. Zudem sollte sich der Betroffene seiner Angst stellen, auch wenn dies oftmals schwer fällt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man seinen Bewegungsradius immer weiter einschränkt. Letztlich sind Panikattacken nicht gefährlich. Wenn man diese immer wieder durchlebt und angstmachende Situationen nicht vermeidet, führt das dazu, dass man die Angst davor verliert.
Weiterhin sollte man sich die Frage stellen, was im Leben des Betroffenen momentan nicht nach Plan läuft. Eine Angststörung ist in vielen Fällen auch ein Indiz dafür, dass man sich nicht auf dem richtigen Weg befindet.
Auch wenn Agoraphobie und Panikstörung für Betroffene die Hölle sind, sollte man sich vergegenwärtigen, dass die Heilungschancen gut sind und die meisten nach einer gewissen Zeit wieder dazu in der Lage sind, ein lebenswertes Leben zu führen.