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Die Zukunft der Stammzellenbehandlung
- Von Andreas Mettler
- Veröffentlicht 3 November 2011
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- Nicht bewertet
Andreas Mettler
Andreas Mettler ist ein schreibender und programmierender Sozialpädagoge aus dem Sauerland.
Alle Artikel Anzeigen von Andreas MettlerDie Zukunft der Stammzellenbehandlung
Dass Stammzellen etwas ganz Besonderes sind, ist schon lange bekannt. Schon vor rund hundert Jahren wussten Ärzte, dass in diesen Zellen, die man beim Erwachsenen im Knochenmark findet, ein großes Potential liegt, denn sie sind sozusagen noch zu allen möglichen Einsätzen und Aufgaben innerhalb des menschlichen Organismus fähig, haben sich also noch nicht spezialisiert wie andere Zellen. In Nabelschnurblut Stammzellen ist eine sehr große Menge solcher Zellen enthalten, man spricht von pluripotenten, proliferationsfähigen Stammzellen. Diese können sich zu allen möglichen Zellen entwickeln, zu Muskel-, Knochen-, Insel-, Leber- und Nervenzellen beispielsweise, und könnten diese so im Organismus des Empfängers reparieren oder ersetzen. Daraus ergibt sich eine große Hoffnung für die Medizin der Zukunft. Obwohl man auch heute schon viele Krankheiten mit Nabelschnurblut behandeln kann bzw. diese als Unterstützung der Therapie eingesetzt werden, liegen viele mögliche Behandlungsmethoden noch in der Zukunft. So könnte man aus Zellen, die sich nach der Geburt eines Kindes schmerz- und risikofrei entnehmen und praktisch für unbegrenzte Zeit im Kälteschlaf der Kryokonservierung aufbewahren lassen, besondere Zellverbände und Gewebe züchte, die dann bei der Therapie schwerer Autoimmunkrankheiten, verschiedener Arten von Krebs, juvenile Diabetes oder zerebraler Kinderlähmung effektiver eingesetzt werden könnten. Die neuen und viel versprechenden Stammzellen Behandlungsformen der Zukunft werden möglich durch alle, die heute spenden. Wer nicht ausschließlich für das eigene Kind oder die Familie, sondern für alle Menschen ein gutes Werk tun möchte, der kann das Nabelschnurblut seines Neugeborenen einer gemeinnützigen Blutbank zukommen lassen, die es dann aufbewahrt und nach Bedarf weitergibt. Die private Eigenkonservierung ist kostenpflichtig für die Eltern.
