Den Bereich des Packagingdesign, der dafür steht, heißt Konsumgüter-Design und ist ein marktwirtschaftlicher Motor, der nicht unterschätzt werden sollte. Die Menschen besitzen eigentlich alles, was sie für ein gutes Leben brauchen und könnten zufrieden sein. Das gesellschaftliche Streben ist aber auf Schneller, Höher, Weiter ausgelegt und da sich dies mit gleich bleibenden Umsatzzahlen nicht bewerkstelligen lässt, werden ständig neue Produkte ersonnen. Damit diese angenommen werden, muss nicht nur die Produktqualität stimmen, sondern gerade das Packagingdesign schmeichelt sich im ersten Moment beim Konsumenten ein, bringt ihn dazu, sich die Neuheit näher zu besehen und über einen Probekauf zu entscheiden. Es heißt zwischenmenschliche Sympathien entscheiden sich in den ersten fünf Sekunden. Bei der Mensch-Produkt-Beziehung verhält es sich nicht anders. Die Aufgabe des Konsumgüter-Design ist es nun eine wahrliche Schwerwiegende und so muss die beauftragte Werbeagentur in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen allerhand Studien und Erhebungen anstellen, um das Packagingdesign letztlich so zu gestalten, dass es von einer möglichst breiten Masse möglichst positiv aufgenommen und als Innovation verstanden wird. Es werden im Arbeitsprozess Analysen gesellschaftlicher Orientierung erstellt, die soziale Aspekte untersuchen und hervorheben und kulturelle Eigenheiten vor Augen führen. Denn natürlich wird von Anfang an durch das Produktdesign auch gleich die Werbelinie festgelegt, die entscheidend ist über Erfolg oder Misserfolg des Projekts.

Der Kunde ist inzwischen aber auch informierter und weiß Bescheid über

Konsumgüter-Design und Packagingdesign und weiß grundsätzlich, dass er durch diese wohl bedachten Faktoren zum Kauf verführt werden soll. Somit wird sein Auge immer noch kritischer und anspruchsvoller, was wieder die Arbeit der Designer schwieriger gestaltet, je länger diese Entwicklung anhält. Doch der Mensch ist bekanntlich ein Augentier und diese archaische Grunddisposition ist es letztlich, was unsere Wirtschaft antreibt.