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Eine kleine Drüse die große Probleme machen kann
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Andreas Mettler
Andreas Mettler ist ein schreibender und programmierender Sozialpädagoge aus dem Sauerland. 
Von Andreas Mettler
Veröffentlicht am 1 April 2011
 
Eine Prostataentzündung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie kann viele schmerzvolle Tage mit sich bringen.

Eine kleine Drüse die große Probleme machen kann
Die Prostata des Mannes sitzt unter der Harnblase und umschließt einen kleinen Teil der Harnröhre bis zum Beckenboden. Ihre hintere Seite grenzt an das Rektum, also den Mastdarm. Darum tastet der Arzt auch bei einer Untersuchung durch den After nach der Drüse, um festzustellen, ob sie vergrößert ist oder schmerzt. Eine Entzündung der Prostata wird als Prostatitis bezeichnet und kann je nach Schwere verschiedene Symptome haben, von einem unangenehmen, unspezifischen Gefühl über leichte Schmerzen beim Wasserlassen bis hin zu Harnverhalt und extremen Schmerzen auch beim Samenerguss. Haben Bakterien aus dem Darm oder aus der Blase die Prostataentzündung hervorgerufen, kann sich wie bei jeder Infektion ein handfestes Krankheitsbild einstellen, mit Fieber, geschwollenen Lymphknoten, Übelkeit, Erschöpfung und Schüttelfrost. In einem solchen Fall wird der Arzt versuchen, die Entzündung durch die Gabe von antibiotischen Arzneien zu bekämpfen. Viele Männer leiden aber unter immer wiederkehrenden Entzündungen oder Beschwerden mit der Prostata, und sehr oft kann auch der Urologe keine bakterielle Ursache hierfür finden. Manchmal wird in diesem Zusammenhang auch von einem abakteriellen entzündlichen Schmerzsyndrom des Beckens gesprochen, dessen Ursachen noch nicht ganz erforscht sind. Möglich wäre, dass schwer nachweisbare Bakterien dafür verantwortlich sind, aber auch, dass das Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie Schwäche der Beckenbodenmuskulatur, angegriffenes Immunsystem, Stress, psychische Belastungen oder das Lebensalter diese Beschwerden verursachen. Das regelmäßige Training der Muskeln im Beckenboden hat schon vielen geholfen, ihre Beschwerden zu lindern oder ganz loszuwerden. Man benötigt dafür keine Medikamente. Tägliche Übungen können durchgeführt werden, ohne dass es jemand sieht. Die Stärkung des Beckenbodens ist in vielerlei Hinsicht ein guter Ansatz zur Vermeidung von Beschwerden.