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Vitalität nicht freiwillig aufgeben
- Von Andreas Mettler
- Veröffentlicht 24 February 2011
- Bauen und Wohnen
- Nicht bewertet
Andreas Mettler
Andreas Mettler ist ein schreibender und programmierender Sozialpädagoge aus dem Sauerland.
Alle Artikel Anzeigen von Andreas MettlerVitalität nicht freiwillig aufgeben
Vitalität ist im Alter ein Schlüsselfaktor, wenn es um Wohlbefinden und ein gutes Lebensgefühl geht. Viele alte Menschen erholen sich nach einem Sturz oder Unfall im Alter nur schwerlich und das ist sicherlich größtenteils auf medizinisch nachweisbare Faktoren zurückzuführen. Häufig lässt man jedoch unbedacht, was im Sinn eines betagten Menschen vorgehen muss. Das Selbstbewusstsein in Bezug auf den eigenen Körper und sein Potential unterliegt während des Lebens gewissen Schwankungen. Im Alter, wenn allzu Vieles beschwerlich wird, sinkt bei den meisten dieses Selbstbewusstsein ganz beträchtlich. Die Folge ist, dass sie sich rein gar nichts mehr zutrauen, jede Bewegung scheuen und sich passiv ihrem Schicksal ergeben. Das wiederum endet damit, dass bewegungsarme Betagte erst recht an Vitalität einbüßen und noch anfälliger für Erkrankungen oder körperliches Schadennehmen bei Stürzen oder Ungeschicklichkeiten werden. Selbstbewusstsein hat jedoch immer auch mit der eigenen Wahrnehmung zu tun. Es ist also keine Frage des tatsächlichen körperlichen Befindens, wie selbstbewusst man sein kann, sondern vielmehr eine Frage der realistischen Einschätzung der eigenen Möglichkeiten. Wer mit Vernunft an seine Lebenssituation herangeht, kann sich einen guten Lebensmut und –willen bewahren. Zudem kann man mit so manchem Hilfsmittel dem einen oder anderen Umstand Abhilfe schaffen. Eine steile Treppe, zu Fuß unüberwindlich, lässt sich mühelos mit Treppenlift bewältigen. Ein sehschwacher Mensch wird sich in einer hellen und aufgeräumten(!) Wohnung besser zurechtfinden, als er womöglich selbst erwartet. Es gibt viele Ratgeber, die einem helfen, die Wahrnehmung der eigenen Situation, die Einschätzung der Möglichkeiten und das Erkennen eventueller Gefahren zu verbessern. Der Grundtenor ihrer aller ist: Vernünftig sein, ohne sich jedoch allzu früh aufzugeben!
