Skrupellose Unternehmen profitieren vom relativ jungen Markt des Versandhandels mit Arzneimitteln und wer darunter leidet, das ist insbesondere die seriöse Internetapotheke. Um gegen solche gefährlichen Betrugsfälle vorzugehen, setzten die Behörden auf restriktive Kontrolle aber auch Maßnahmen, die dem Konsumenten eine Einschätzung der Qualität der Internetapotheke ermöglichen, werden gesetzt. Erst im April dieses Jahres wurde ein neues Siegel eingeführt, das die Webseiten jener Internetapotheken kennzeichnet, die auch tatsächlich über die behördliche Erlaubnis zum Versandhandel verfügen und in das Register der Versandapotheken eingetragen sind. Wer bei der Wahl seiner Internetapotheke auf dieses Siegel achtet, hat zumindest die Sicherheit, dass die Apotheke den Versand nicht illegal betreibt.

Um nach der Bestellung keine böse Überraschung zu erleben ist es empfehlenswert, nur dann übers Internet einzukaufen, wenn man sich tatsächlich darüber im Klaren ist, welches Medikament genau benötigt wird. Wer sich unsicher ist, der ist meist besser beraten, auf den Ratschlag des Apothekers der Vor-Ort-Apotheke zu hören. Auch wenn jede seriöse Internet Apotheke eine Beratungshotline verfügt, so bevorzugen die meisten Kunden doch die direkte Beratung in der Präsenzapotheke. Gerade diese individuelle und persönliche Beratung ist auch das wichtigste Zugpferd für die Vor-Ort-Apotheken. Durch diesen Service können sie sich von der Internet Apotheke abheben, die im Preiskampf meistens die Nase vorn hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Apotheker den Kunden von Angesicht zu Angesicht besser einschätzen und beraten kann. Missverständnissen kann besser vorgebeugt werden und auch ein eventueller Medikamentenmissbrauch wird eher verhindert. Dass die Beratung ein Manko der Internet Apotheke ist, stellte auch die Stiftung Warentest in einer Studie fest. Hotlines sind oft belegt, zum Teil kann die Auskunft nicht sofort erteilt werden und somit wird das Online-Shoppen in der Internet Apotheke zeitintensiver als vorgesehen.