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Heimlicher Stromfresser kostet viel Geld.
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Benjamin Benjamin
Ich berate Leute wie sie Geld sparen können, indem sie Energie einsparen. 
Von Benjamin Benjamin
Veröffentlicht am 8 September 2008
 
Stand-by-Verbrauch kostet viel Geld. Mehr als 1 Mrd. Euro jährlich allein in Deutschland. Geld, das zum Fenster hinausgeschmissen wird.

Stromkosten die nicht sein müssen: Stand-by-Verbrauch

Die Kosten für Energie in allen möglichen Formen werden immer höher. Gerade der Stromverbrauch ist dabei für einen Großteil der Kosten und der CO2 Emissionen verantwortlich. Aufgrund des niedrigen energetischen Wirkungsgrades unserer Kraftwerke müssen, pro produzierter Kilowattstunde Strom, rund drei Kilowattsunden an fossiler oder atomarer Energie aus den entsprechenden Ausgangsrohstoffen aufgewendet werden.

Ärgerlich an unserer Stromrechnung ist der Anteil an Strom den wir dabei unnütz verbrauchen, der sogenannte Stand-by-Verbrauch. Denn dabei kommt einiges zusammen. die jährlich durch Stand-by verbrauchten Strommengen betragen 6 Terrawattstunden in Deutschland. Dies entspricht in etwa der elektrischen Leistung, die 1,5 Atomkraftwerke pro Jahr erzeugen. Monetär ausgedrückt entstehen den deutschen Haushalten so Kosten von etwa einer Milliarde Euro jährlich für nichts. Dabei wäre es so einfach diesen Stromverbrauch zu vermeiden.

Denn Stand-by-Verbrauch lässt sich einfach vermeiden, auch ohne den Verlust von Komfort.

Gerade bei Neuanschaffungen von Elektrogeräten scheint eine Vermeidung von Stand-by-Verbrauch auf den ersten Blick einfach. Man sucht sich einfach ein Gerät mit geringem Verbrauch aus. Doch woher wissen wir wie viel die Geräte verbrauchen, oder ob sie einen Netzschalter besitzen der sie vollständig vom Stromnetz trennt? Die teilweise vorhandenen Energielabel helfen dort nur begrenzt weiter. Wichtig ist es daher immer den absoluten Verbrauch der Geräte zu ermitteln. Wer ein Energiemessgerät sein eigen nennt ist hierbei in der glücklichen Lage den Verbrauch der Geräte nachkontrollieren zu können. Die Angaben der Hersteller sind leider nicht immer besonders zuverlässig. Wichtig ist es dabei die Geräte nicht nur im Stand-by-Betrieb zu kontrollieren, sondern auch im „richtig“ ausgeschalteten Zustand. Denn auch hier gibt es schwarze Schafe, die trotzdem sie ausgeschaltet wurden ein paar Watt Strom verbrauchten, 24 h am Tag und 365 Jahre im Jahr.

Was jedoch mit alten Geräten tun, die schon in der Wohnung vorhanden sind? Besonders sinnvoll ist es auch hier den Stand-by-Verbrauch zu ermitteln. Schon bei einem „geringen“ Stand-by-Verbrauch von 4 Watt lohnt es sich häufig eine Steckdosenleiste einzubauen die mit einem Schalter die angeschlossenen Geräte vollständig vom Netz trennen kann. Zu diesem Zweck gibt es mittlerweile viele nützliche Helfer, die dem Verbraucher das Trennen vom Stromnetz auch an unzugänglichen Stellen ermöglichen. Ein Vermeiden von Stand-by-Verbrauch ist also auch in diesen Fällen möglich. Das schont den Geldbeutel und schont die Umwelt.

Wenn wir alle in Deutschland diese Maßnahmen im Haushalt und im Büro umsetzen würden könnten so pro Jahr in Deutschland 3.500.000 Tonnen CO2 Emissionen vermieden werden.