Messzeuge in der Autowerkstatt: Die Schieblehre
- Von Mohamed Amin
- Veröffentlicht 14 December 2008
- Autos
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Mohamed Amin
geboren in Kairo, Abi und Studium in Hamburg. Seit 2005 arbeite ich als freier Autor in Gisa, Ägypten
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Die Außenmessung ist die bekannteste Funktion der Schieblehre. Der Prüfling wird gegen den festen Messschenkel gedrückt und der bewegliche Schieber wird geschlossen. Das Messergebnis kann nur an der Skale (Der Begriff Skala ist nach DIN 862 falsch !) oder am Nonius
abgelesen werden. Der Nonis wurde übrigens von Pierre Vernier erfunden, weswegen die Schieblehre im englischen Vernier Caliper genannt wird.
Jeder Anwender dieses Prüfmittels hat schon mal die Erfahrung gemacht, das wenn man die Messkraft variiert, sich das Messergebnis ändert. Das Problem ist das der Messschieber, im Gegensatz zu einen Messschraube, über keine Funktion verfügt welche die Messkraft dosiert.
Durch die Messkraft kippt der beweglich Schenkel leicht ab was das Messergebnis verfälscht. Nach DIN 862 sollte die Kraft möglichst 5-10 Nm betragen. Ein geübter Anwender ist relativ leicht in der Lange in diesem Bereich zu bleiben, auch die Kraft nach Gefühl aufgebracht wird.
Eine weitere Vorkehrung um mit dem Messmittel Schieblehre genau zu messen ist den Prüfling möglichst nahe an die Schiene zu führen, da dort die Hebelwirkung am kleinsten ist.
Letztlich hat auch die Qualität der Führung einen Einfluss auf die Kippung, je geringer das Spiel zwischen Schieber und beweglichem Messschenkel, desto weniger kippt der Messschenkel ab.
