Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Spielgeräten macht besonders in privaten Gärten nicht halt. Unterschiedliche Anforderungen von privaten und öffentlichen Spielplätzen haben zu einer gewissen Differenzierung geführt, die sich jedoch nicht auf alle Geräte gleichermaßen erstreckt. Evident wird dies beim Vergleich von öffentlichen Spielplätzen zu unterschiedlichen Epochen. Sahen sie früher einem privaten Garten mit vergleichbare Spielgeräten recht ähnlich, so hat sich heute die Sandkiste in eine Holzspänenzone verwandelt und Rutsche wie Wippe sind robuster und weniger filigran verarbeitet. Hier werden jedoch nicht nur neue Möglichkeiten zur Vandalismusverhinderung ausprobiert, auch neue Spielgeräte finden sich häufig hier zuerst wieder. Die Spieltürme haben dabei als eine Entwicklung öffentlicher Spielplätze Einzug in viele private Gärten gefunden. Sie sind, je nach Auffassung eine besonders große Rutsche mit integrierten Klettermöglichkeiten oder ein großes Spielhaus mit Anbauten. In jedem Fall handelt es sich um eine große Holz- oder Metallkonstruktion mit mehr als einem Stockwerk, die zumeist um Rutschen und Feuerwehrstangen erweitert und mit Kletternetzen, Sandkästen und Schaukeln verbunden ist. Diese kaum mehr als Klettertürme zu bezeichnenden Gebäude sind damit zu Spieloasen geworden, die Kindern auf kleinstem Raum viele Geräte präsentieren. Auch private Gärten profitieren von dieser Bauweise, da sie auch in die dritte Dimension Platz für Kinder schaffen und ihnen ein verbundenes Spielerlebnis ermöglichen, das unterschiedlichste Spielgeräte kombiniert. Auch unterschiedliche Altersgruppen können gleichzeitig Spass an den Geräten haben, während etwa die Klettertürme von älteren Kindern in Beschlag genommen werden, findet man die Jüngsten in der Sandkiste wieder. Der Nutzen dieser Spieltürme ist damit für private wie für öffentliche Spielplätze unmittelbar ersichtlich.